Vor der Einweihung des Geläuts wurde die restaurierte Wetterfahne auf die Gertenbacher Kirche gesetzt

Handy-App steuert den Glockenklang in Gertenbach

Jetzt ist es endlich soweit – mit dem Aufsetzen der restaurierten und vergoldeten Wetterfahne auf die Spitze des Kirchturms der Gertenbacher Johanneskirche in luftiger Höhe ist der letzte Arbeitsschritt vor der Einweihung des neuen Geläuts getan.

„Möge uns die Wetterfahne immer den richtigen Weg zeigen“, sagte Pfarrer Andreas Heimann beim Aufsetzen der Wetterfahne auf die vorbereitete Grundplatte mit aufgesetztem Kugelgelenk durch den Gertenbacher Kunstschmied Klaus Burckhard-Prinz und seiner acht Helfer. Diese waren über das Baugerüst auf 25 Meter Höhe bis zur Kirchturmspitze geklettert, um beim Aufsetzen dabei zu sein.

In den Wochen davor wurden die marode Balkenlage im Kirchturm, das Dach und der Glockenstuhl erneuert und natürlich die drei Bronzeglocken installiert. Auch eine Schall-Luke wurde eingebaut, damit sich der Klang von Liebe, Glaube und Hoffnung (so die Namen der drei neu gegossenen Glocken) wohlwollend im ganzen Ort verbreiten kann. Heimann war froh, dass das Projekt, das vor vier Jahren mit vielen Gesprächen und der Bildung eines Förderkreises begonnen wurde, nunmehr mit Erfolg abgeschlossen wurde.

Insgesamt wurden in die Sanierung von Dach und Läute-Anlage 250 000 Euro gesteckt, die durch Mittel des evangelischen Kirchenkreises Witzenhausen, der Hessischen Landeskirche, der Dorfentwicklung sowie vielen Aktionen des Fördervereins „Glocken für Gertenbach“ aufgebracht wurden.

„Neben einer Programmierung der Läute-Anlage kann ich die Glocken auch per Handy-App in Gang setzen oder abstellen“, verweist Heimann auf die moderne Technik der Läute-Anlage. Insbesondere bei Beerdigungen sei dies ganz praktisch.

Die Einweihung der Glocken findet am Sonntag 28. August, um 14 Uhr in einem Festgottesdienst mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und dem Chor Cantamus statt.

Quelle: hna.de
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