180605 mauern zeitkapsel ein berthold rehbein
Mauern die Zeitkapsel ein, in der sich Kleingeld, die Werra-Rundschau, Baupläne und Flyer zum Projekt finden: (von links) Berthold Rehbein vom gleichnamigen Ingenieur- und Planungsbüro, Landrat Stefan Reuß, Vereinsvorsitzender Matthias Schulze, zweiter Vorsitzender Harald Zindel, Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans und Landtagsabgeordneter Dieter Franz.

Der Umbau des Dorfzentrums von Germerode nimmt Gestalt an. Vier barrierefreie Wohnungen sollen im ehemaligen Lehrerhaus entstehen. Das Einzugsdatum ist auf den Herbst des nächsten Jahres terminiert.

Etwas einfacher vorgestellt habe man sich das Projekt, gibt Matthias Schulze zu. Doch steter Tropfen höhle eben den Stein, erst recht mit einer solchen Resonanz im Rücken – weshalb am Freitag nun endlich offiziell angefangen wurde mit dem Umbau des ehemaligen Lehrerhauses in der Dorfmitte von Germerode.

Dass das überhaupt passiert, ist dem Verein Dorfzentrum Germerode zu verdanken. Der hatte sich 2012 mit dem Ziel gegründet, einen Laden ins Dorf zu holen. Seit sechs Jahren gibt es den nun mittlerweile, was am Freitag ebenfalls mit einem Fest gefeiert wurde. Das nächste Projekt waren dann die barrierefreien Wohnungen: „Gut 12 000 Euro an Eigenmitteln hatten wir schon in die Vorplanungen gesteckt“, blickt Vereinsvorsitzender Schulze noch einmal zurück. Finanziert wird das 740.000 Euro teure Projekt nun über die Gemeinde Meißner, die zum einen auf Fördermittel aus zwei Töpfen zurückgreifen kann (insgesamt 380.000 Euro), zum anderen die Zusage des Vereins hat, dass dessen Mitglieder einen hohen Anteil an Eigenleistungen aufbringen und den von der Gemeinde aufgenommenen Kredit von mehr als 200.000 Euro wieder zurückzahlen.

Bürgermeister Friedhelm Junghans freut sich über die Grundsteinlegung: „Ohne den Enthusiasmus der Germeröder wäre das alles nie möglich gewesen.“ Ältere Menschen müssten künftig nun nicht mehr wegziehen aus dem Ort, „weshalb ich mich riesig über diesen ersten Schritt freue“. Und auch der Landtagsabgeordnete Dieter Franz, der seine Wurzeln in Germerode hat, war positiv gestimmt ob des „Mutes zur eigenen Zukunft“.

Die liegt weiterhin ganz klar in den Händen der Germeröder: „Jetzt gibt es kein Zurück mehr, und das ist auch gut so“, ist Schulze optimistisch, „es kann nur noch fertig werden.

Quelle: werra-rundschau.de, Foto: Wüstefeld
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